Ohrthermometer oder Stirnthermometer?

Die einfachste Art Fieber zu messen sind die Infrarotthermometer. Hierzu zählen Ohrthermometer sowie das Stirnthermometer, die einfach anzuwenden sind. Das Ergebnis erhält man meist innerhalb von Sekunden und man hat gerade bei schlafenden Kindern die Möglichkeit, unkompliziert zu messen. Auch die Selbstmessung funktioniert mit einem Ohrthermometer bzw. Stirnthermometer besser als eine Rektalmessung. Es gibt natürlich auch Fieberthermometer, die ein Mix aus Ohrthermometer und Stirnthermometer sind, sodass man sich nicht entscheiden muss, und oftmals als dritte Möglichkeit, einen Oberflächenmesser für Temperaturen besitzt. Aber ein Vergleich zeigt schnell die Vorteile und Nachteile, die Infrarotthermometer besitzen.

Fiebermessen mit Stirnthermometer

Wenn von einem Stirnthermometer die Rede ist, so spricht man eigentlich von einem elektrischen Infrarotthermometer. Es gibt auch „Streifen“, die man sich bei Verdacht auf die Stirn legt, und die sich bei Fieber oder erhöhter Temperatur dann verfärben oder ein Zeichen anzeigen. Bei dem Stirnthermometer wird mit einer breiten Fläche gemessen, sodass man bei einem Mixgerät aus Ohrthermometer und Stirnthermometer eine Kappe aufziehen muss, um an der Stirn zu messen.

Das Messen an der Stirn gilt aber gegenüber anderen Messmethoden als sehr ungenau. Zum einen liegt das an der Messmethode selbst, zum anderen einfach am Messort. Der Kopf ist meist etwas kühler bei Fieber, hinzu kommt, dass das Messergebnis auch abhängig vom Hauttyp und der Hautstärke sein kann.

Fiebermessen mit dem Ohrthermometer

Auch beim Ohrthermometer handelt es sich um ein Infrarotthermometer, das ohne Kontakt die Temperatur misst. Ähnlich wie beim Stirnthermometer sind auch äußerliche Faktoren bei der Messung im Ohr ausschlaggebend. So sollte auf dem Ohr, in dem gemessen werden, nicht gelegen werden, und das Thermometer muss richtig im Ohr liegen. Beim Ohrthermometer, wenn es sich um ein gutes Gerät handelt, kann der Messende die Temperatur bereits durch Kleinigkeiten verändern. Auch kann Ohrenschmalz oder ein verdreckter Sensor, bei Ohrthermometer ohne Schutzkappen, die Messergebnisse verändern.

Wenn man diese Faktoren in Betracht zieht und sich an die Bedienungsanleitung des Gerätes hält, können Ohrthermometer sehr genaue Messtemperaturen anzeigen.

Im direkten Vergleich schneiden gute Ohrthermometer besser ab als Stirnthermometer. Die Messergebnisse sind genauer und auch die Messung ist bei den meisten Ohrthermometern um einiges schneller als bei Stirnthermometern. So kann es bei Stirnthermometer schon bis zu 5 Sekunden dauern, während schnelle Ohrthermometer bereits nach 1 Sekunde einen Wert anzeigen. Bei schlafenden oder kranken unruhigen Kindern wirkt sich dieser Zeitunterschied schon aus. Wichtig ist vor allem die Thermometer richtig anzuwenden, regelmäßig zu säubern und sich an die Bedienungsanleitung zu halten. Auch sollten Einsteiger beim Messen im Ohr vorab ein paar Messungen zur Übung ablegen, um sich mit dem Thermometer und der Nutzung vertraut zu machen.